Sankt Augustin, 18.08.2008 - Dass die Veröffentlichung von vernetzten Unternehmensdaten im Web - sei es für die interne oder externe Kommunikation - ein enormes Nnutzenpotential bieten kann, ist heute kein arkanes Wissen mehr, sondern weitgehender Konsens. Corporate Semantic Webs sind in aller Munde. An eine praktische Umsetzung hingegen wagen sich bisher nur wenige Unternehmen, denn die Hürden sind erheblich: Der Einsatz erfordert nicht nur neue Technologien, sondern eine neue Denkweise. Zusätzlich müssen bestehende Daten für den Einsatz im Semantic Web aufbereitet werden. Die Argumentation für einen Einstieg ins Semantic Web ist nicht trivial, zumal das Konstrukt an sich bisher meist eher theoretischen Charakter hatte. Für den diesjährigen W3C-Tag hat das Deutsch-Österreichische W3C-Büro sich deshalb vorgenommen, einen praktischen Einblick in die Umsetzung eines Corporate Semantic Web zu bieten. Von den notwendigen Grundlagen über eine praktische Einführung in die wichtigsten Technologien bis hin zu einem Beispiel aus einem Umsetzungsprojekt für eine große Organisation wird die Veranstaltung vor allem den konkreten Umsetzungsaspekt in den Mittelpunkt stellen:
Zu diesen Themen stellen Experten aus Wissenschaft und Praxis einen gangbaren Weg in die nächste Entwicklungsstufe des World Wide Web vor und stehen auch für Ihre konkreten Fragen zur Verfügung.
... werden nach und nach im Programm verlinkt, sobald sie verfügbar werden.
Das Deutsch-Österreichische W3C-Büro veranstaltet einmal im Jahr einen öffentlichen Thementag, um über aktuelle Entwicklungen zu informieren, die Arbeit von W3C vorzustellen und eine Plattform für den Dialog zwischen Mitgliedern und interessierter Fachöffentlichkeit zu bieten. Neben Fachvorträgen über neueste Technik und deren praktische Umsetzung bietet dieses Treffen eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Seit 2004 veranstalten wir den W3C-Tag im Rahmen der und in Kooperation mit den XML-Tagen in Berlin. Auch nach dem Wandel der Konferenz in die Xinnovations bleibt der W3C-Tag der Stadt Berlin treu. Die Veranstaltung ist offen für Jedermann, die Teilnahme ist kostenlos. Wenn Sie sich für den W3C-Tag interessieren, melden Sie sich bitte über die Seiten der Xinnovations an.
| Uhrzeit | Thema / Name | ||
| 09:00 - 09:45 | Auf dem Weg zum semantischen Web Klaus Birkenbihl, W3C |
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| 09:45 - 10:30 | Semantische Suche meets Wissensmanagement Thomas Kamps, Fraunhofer IGD |
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| 10:30 - 11:00 | Kaffeepause | ||
| 11:00 - 11.45 | Technische Grundlagen I - Daten verknüpfen mit RDF Lars Bröcker, Fraunhofer IAIS |
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| 11:45 - 12:30 | Technische Grundlagen II - Ergebnisse finden mit SPARQL Thomas Tikwinski, W3C.DE/AT |
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| 12:30 - 13:30 | Mittagspause | ||
| 13:30 - 15:00 | Praxis-Workshop 1 - RDF im Einsatz |
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| 15:00 - 15:30 | Kaffeepause | ||
| 15:30 - 17:00 | Praxis-Workshop 2 - Aufbau und Abfrage eines Triplestores |
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| 17:00 | Ende | ||
Klaus Birkenbihl, W3CKlaus Birkenbihl war lange Jahre Mitarbeiter im GMD Forschungsinstitut für Informationstechnik und später im Institut für Medienkommunikation der Fraunhofer Gesellschaft. Er war Lehrbeauftragter für Informatik an der Universität Köln und der Fachhochschule Rhein-Sieg. Mit Computernetzen und ihren Anwendungen beschäftigt er sich seit 1982. Von 1998 bis 2005 leitete er das W3C Büro Deutschland und Österreich. Zur Zeit ist er Geschäftsführer der ict-Media GmbH und Koordinator der W3C World Offices. Klaus Birkenbihl ist Präsidiumsmitglied der Internet Society German Chapter e.V. und Mitglied des DIN Präsidialausschuss focus.ICT.
Thomas Kamps, Fraunhofer IGDDr. Thomas Kamps ist Geschäftsführer der ConWeaver GmbH, einer Ausgründung des Fraunhofer IGD in Darmstadt. Die ConWeaver GmbH entwickelt vermarktet die semantische Suchmaschine ConWeaver. Von 2003 bis 2006 führte Dr. Kamps den Forschungsbereich Intelligent Content Technologies (ConTec) am Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI). Der Schwerpunkt des Forschungsbereichs lag auf der Erforschung automatischer Informationsextraktions- und Ontologieaufbauverfahren, sowie in der gezielten industriellen Entwicklung semantischer Suchtechnologien. Von 1997 bis 2002 war Dr. Kamps Geschäftsführer der IPSI Ausgründung intelligent views GmbH, die das Ontologie Management System K-Infinity entwickelt und vertreibt. Bis 1999 war Dr. Kamps am Lehrstuhl Industrielle Prozess- und Systemkommunikation der Technischen Universität Darmstadt verantwortlich für die Koordination europäischer und deutscher Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Von 1992 bis 1996 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, wo sein Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung wissensbasierter Visualisierungsverfahren lag. 1997 promovierte er mit Auszeichnung an der Technischen Universität Darmstadt in Informatik auf dem Gebiet der automatischen Informationsvisualisierungs. Sein Diplom in Mathematik erlangte er 1991 am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Darmstadt.
Lars Bröcker, Fraunhofer IAISLars Bröcker studierte Informatik an der Universität Bonn und ist seit 2001 als Wissenschaftler und Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin tätig. Seine Forschungsinteressen sind webgestützte Informationssysteme in Verbindung mit dem Semantic Web. Sein Fokus liegt dabei auf der Erforschung von Methoden und Technologien, die den Einsatz des Semantic Web in der Praxis vereinfachen und/oder ermöglichen. Dazu beschäftigt er sich in seiner Dissertation mit semiautomatischer Ontologie-Erstellung aus digitalen Dokumentensammlungen.
Thomas Tikwinski, Fraunhofer IAISThomas Tikwinski, Jahrgang 1972, ist seit acht Jahren für das Fraunhofer Institut Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin tätig. Er hat ein Diplom in Wirtschaftsinformatik an der Uni Bamberg und promoviert in Betriebswirtschaftslehre an der Uni Köln. Seit Januar 2005 ist er Mitarbeiter im Deutsch-Österreichischen W3C-Büro, das er seit 2006 leitet. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Web-Technologien und interaktives Digitalfernsehen sowie IT-Controlling.
Die genaue Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.
Das W3C wurde gegründet, um alle Möglichkeiten des Webs zu erschließen. Dazu werden einheitliche Protokolle entwickelt, die den Fortschritt des Webs fördern und seine Interoperabilität sicherstellen. Das W3C ist ein internationales Industrie-Konsortium, das gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind über 400 Organisationen Mitglieder des Konsortiums. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.
Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE) im Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum. http://www.w3c.de/
Thomas Tikwinski, Deutsch-Österreichisches W3C Büro
Email: Thomas.Tikwinski@w3c.de
Tel.: +49 2241 14 1974